Benigne Milz-Tumore
Das Kontrastmittel wird auch nach 7 Minuten noch gehalten, somit handelt es sich um einen benignen Befund - a.e. ein Hämangiom. Es demaskiert sich ein inhomogenes Areal, welches a.e. einer Einblutung entspricht.
In der KM Sonographie zeigt sich arteriell eine Hyperkontrastierung von peripher nach zentral (Pooling) ...
... mit allmählichem Zulaufen von peripher nach zentral. Dies ist ein typischer Befund für ein Hämangiom.
Sehr allmählich zeigt sich ein Auswaschen, das selbst nach mehreren Minuten jedoch nicht vollständig ist. Damit ist letztlich ein maligner Befund nicht vollständig auszuschließen, auch wenn ein Hämangiom hier die wahrscheinlichere Diagnose ist.
Milz-Hämangiome
Hämangiome sind die häufigsten benignen Milztumore. Man unterscheidet kavernöse von kapillären Hämangiomen. Echoarme Hämangiome (meist kapilläre) lassen im Farbdoppler oft eine verstärkte Vaskularisation erkennen. Kavernöse Hämangiome können wie auch in der Leber gemischter Textur sein und kleine Verkalkungen aufweisen.
Splenome
Splenome bzw. Hamartome der Milz präsentieren sich ähnlich wie die FNH in der Leber. Es handelt sich um kongenitale, vaskuläre Neubildungen; histologisch selten von der weißen, häufiger von der roten Pulpa ausgehend. Sonographisch zeigen sich scharf begrenzte Herde mit echoärmerem Saum. Splenome können aber auch echoreich imponieren. Im Farbdoppler sieht man ein radiäres Vaskularisationsmuster. In der Kontrastmittelsonographie zeigt sich ein frühes Hyperenhancement und eine langanhaltende Kontrastierung, mitunter ist eine zentrale Narbe sichtbar.